Best of „druckfrisch“ mit Denis Scheck, HR, Frankfurter Buchmesse 2018

„… Nathan Kravis hat in dem neuen Verlag edition frölich eine Kulturgeschichte der Couch und nebenbei eine Geschichte der Psychoanalyse aus Sicht des Therapiemöbels geschrieben … das ist ein sehr schöner Perspektivwechsel … das ist richtig intelligent und eine reine Augenlust, weil es auch sehr schön illustriert ist …“

stern Nr. 36 30. August 2018, Auf der Couch

Nicht erst seit den Sitzungen von Sigmund Freud gelten Chaiselongue und Sofa als idealer Ort für Selbsterkenntnis und Besinnung. Nathan Kravis, selbst Professor für Psychiatrie, geht in seinem reich bebilderten Wissensbuch „Auf der Couch“ der Kulturgeschichte des Liegens nach; er erzählt von alten Griechen und Römern, von Medizin und Kunst. Natürlich kann man auf dem Sofa aber auch weiterhin nur lümmeln und Netflix schauen.

Ultimo Bielefelds Stadtillustrierte 22/18 12. Oktober 2018, Fotografie-Kalender

„… Alle Bilder sind in Schwarzweiss und von beinahe kontemplativer Ruhe. Hier ist nichts sensationell, hektisch, aufgeregt – genau die Motive, die man braucht, wenn man noch so altmodisch ist, einen Tischkalender zu pflegen.“

ekz-bibliothekdienst 10. Juli 2017, Trotzvogel

„Neulich war das …“ , so fangen alle 7 Geschichten an. Sie erzählen vom Spatzenmädchen, das anders singen und fliegen will als die anderen Spatzen, und deshalb nennt es sich Trotzvogel. Es trifft auf 2 Gesinnungsgenossen und freundet sich mit ihnen an, dem Jungen Abermoritz, der immer rückwärts geht, und dem Regenwurm Warumwurm, der bei Sonnenschein aus der Erde herauskriecht und sich gleichzeitig vorwärts und rückwärts windet. Sie sind die Sorgenkinder ihrer Mütter: „Was soll aus diesem Kind nur werden?“ Als die 3 sich einmal für ein normales Verhalten entscheiden, entsteht in ihrer Umgebung ein großes Durcheinander, weil die anderen ihre Verhaltensweisen übernommen haben, so kehren sie schnell wieder zu ihrem Anderssein zurück und die Ordnung ist wieder hergestellt. Die witzigen und skurrilen Geschichtchen eignen sich gut zum Vorlesen und Selberlesen. Wunderbar dazu die farbigen Illustrationen, ganzseitige und Vignetten ähnliche. Der Stil ist naiv-grafisch und verspielt. Wer genau hinschaut, entdeckt z. B. im Baum ein winziges Klo für die Vögel. Für alle Bibliotheken empfohlen.
(Ursula Führer)

WAZ 3. Jannuar 2014, Vom Appetite. Ein Fotojournal

Was wir anrichten
Jetzt beginnt wieder die Zeit des Weniger: weniger Schlemmen, weniger Trinken – weniger Gewicht (hoffentlich). Ein garantiert kalorienarmer Schmaus ist ein kleines Büchlein mit dem leckeren Titel „Vom Appetite“. Seine Zutaten sind herrliche historische Schwarz-Weiß-Fotografien, die des Menschen Liebe zum Essen illustrieren: So hat etwa Tony Vaccaro nicht nur trocknende Spaghetti (1946 in Amalfi) aufgenommen, sondern auch die Malerin Georgia O’Keefe, die uns durch ein Stück Emmentaler anblickt. Paul Almasy entführt uns in die Kühlhalle eines Pariser Schlachthofes oder in eine Budapester Kantine. Dazwischen staunt uns eine Schweinkopfsülze an (Walter Schulze): „Des Schweines Ende ist der Wurst Anfang“, weiß dazu Wilhelm Busch. Denn ja, schlaue Sätze gibt es auch zur werten Verkostung: „Der Mensch ist, was er isst“ (Ludwig Feuerbach). Guten Appetit!
(hei)

Aufgegabelt — inforadio 7. Dezember 2013

„Das herrliche Buch vom Appetite.“
(Reiner Veit)

Zu hören auf connect.pure.com in der Sendung „Cheesecake mit Kultcharakter“ vom 7. Dezember 2013.