Buchdeckel Abbildung: L’homme à sa toilette, (Sich waschender Mann), 1886, Genf, Musée du Petit Palais, Bildnachweis akg-images/Erich Lessing
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Peter Ward

Der saubere Körper

Eine moderne Kulturgeschichte

Wie oft haben unsere Vorfahren gebadet? Wie oft haben sie ihre Kleidung gewaschen und gewechselt? Was verstanden sie unter Sauberkeit? Warum haben sich unsere Hygiene-Gewohnheiten im Laufe der Zeit so drastisch verändert? Kurzum: Wie kommt es eigentlich, dass wir so sauber geworden sind?

„Der saubere Körper“ beleuchtet einen besonders tief greifenden Kulturwandel in der westlichen Welt seit dem 17. Jahrhundert: die Revolution der Körperpflege. Zu Zeiten Ludwigs XIV. war Baden etwas Außergewöhnliches; Hygiene bestand vornehmlich im Tragen sauberer Unterwäsche. Ende des 20. Jahrhunderts war häufiges (wenn nicht gar tägliches) Baden längst die Norm und das Tragen frisch gewaschener Kleidung gängige Praxis. Diente Sauberkeit einst nur der Gesundheit, ist sie heute ein wesentliches Element der Schönheit. Dieser Kulturwandel beruht auf völlig neuen Erkenntnissen, Ideologien und Technologien, die unsere Alltagsgewohnheiten prägen. Peter Ward beschreibt, wie ein Phänomen des städtischen Bürgertums im 18. Jahrhundert allmählich bei Alt und Jung, Reich und Arm, Stadt- und Landbevölkerung um sich griff und zur allgemeinen Sitte wurde.

Mittels einer Fülle an englischen, französischen, deutschen und italienischen Quellen zeichnet „Der saubere Körper“ den großen Hygiene-Wandel nach, der sich über vier Jahrhunderte in Europa und Nordamerika vollzog.

Aus dem Inhalt: Die Anfänge | Kontext | Sauberkeit als Tradition | Vor der Sintflut | Sauberkeit als Gewohnheit | Öffentliche Räume, ­private Räume | Kleidung und ihre Reinigung | Seifenhandel und die neue Hygiene | Die Erzieher | Sauberkeit als Ware | Badezimmer und Baden | Die Wäscherei-Revolution | Sauberkeit und das Geschäft mit der Schönheit | Fazit: Die Erschaffung des modernen sauberen Körpers

Peter Ward ist emeritierter Professor für Geschichte an der University of British Columbia und Autor mehrerer Bücher über die Sozialgeschichte Kanadas und die Geschichte der öffentlichen Gesundheitspflege.

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17 x 23 cm, 336 Seiten, 24 Abbildungen, gebunden mit Schutzumschlag
35,00 Euro
ISBN 978-3-98-20807-2-7 Erscheinungstermin:
September 2020

„Der saubere Körper“ ist ein großartig geschriebenes Meisterwerk, ein wunderbar
verständliches Buch und ein wahres Lesevergnügen. Peter Ward greift auf
Quellentexte in vier verschiedenen Sprachen zurück und bewegt sich leichtfüßig
zwischen detailreichen Schilderungen, theoretischen Sondierungen und
sozioökonomischen Informationen.

Brian Lewis, Historiker und Professor an der McGill University, Montreal